Kl. 9 - Betriebspraktikum

      • Der erste Realitätscheck – Das zweiwöchige Betriebspraktikum in Klassenstufe 9

      • In der 9. Klasse verlassen unsere Schülerinnen und Schüler den vertrauten Raum des Klassenzimmers, um den wohl wichtigsten Schritt ihrer bisherigen Berufsorientierung zu gehen: das zweiwöchige Schülerbetriebspraktikum. In dieser Phase steht nicht mehr die Theorie im Vordergrund, sondern das echte Erleben des Berufsalltags. Ein zentrales Element unseres pädagogischen Ansatzes ist dabei die Eigenverantwortung: Die Jugendlichen suchen sich ihren Praktikumsplatz vollkommen selbstständig. Dieser Prozess der Akquise – vom Recherchieren potenzieller Arbeitgeber über das erste Telefonat bis hin zur schriftlichen Bewerbung – ist bereits die erste wichtige Lektion in Sachen Selbstständigkeit und Eigeninitiative.

        Sobald das Praktikum beginnt, tauchen die Schüler für zehn Arbeitstage tief in die Strukturen eines Unternehmens ein. Zwei Wochen bieten genügend Zeit, um nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern Arbeitsabläufe wirklich zu verstehen. Sie lernen, was es bedeutet, einen vollen Acht-Stunden-Tag zu absolvieren, sich in eine bestehende Hierarchie einzufügen und mit Kollegen unterschiedlicher Generationen zusammenzuarbeiten. Dabei geht es um weit mehr als fachliche Tätigkeiten: Die Schüler erleben die Unternehmenskultur, müssen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen und spüren am eigenen Leib, wie fordernd, aber auch erfüllend körperliche oder geistige Arbeit sein kann.

        Ziel dieser zwei Wochen ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Könnte ich das mein Leben lang machen?“ Egal, ob die Antwort am Ende ein begeistertes „Ja“ oder ein klares „Nein“ ist – beides ist ein wertvolles Ergebnis. Ein erkanntes Desinteresse schützt vor falschen Berufsentscheidungen, während positive Erfahrungen oft der erste Schritt in Richtung Ausbildungsvertrag sind. Diese zwei Wochen sind somit eine intensive Zeit der Reifung und Orientierung.

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